keep distance!

Im Rahmen der Austellung „Liebe, Hass und Einsamkeit- Emotionen in der Kunst“ des BLMK (Brandenburgische Landesmuseum für Moderen Kunst) haben zwei Tänzerinnen und ein Tänzer der „tanzkompanie golde g“ Choreografien entwickelt, die an fünf Terminen in den Museumsräumen über jeweils drei Stunden gezeigt werden. In performativen Aktionen werden die Tänzer*innen ein Teil der Ausstellung, indem sie sowohl Bezug auf die ausgestellten Objekte als auch auf das Kommen und Gehen der Besucher*innen und Zuschauer*innen nehmen (stets unter Wahrung der aktuellen Abstandsregeln). Die Emotionen Liebe und Hass, Freude und Trauer werden in lebendigen tänzerischen Dialogen zwischen den Akteur*innen und den Kunstwerken auf außergewöhnliche Art und Weise erfahrbar!

Konzept: Golde Grunske

Tanz und Choreografie: Juliane Bauer, Denise Noack, Ioannis Avkoumidis

Die Produktion wird gefördert im Programm „Reload, Stipendien für freie Gruppen der Kulturstiftung des Bundes“

Sa 24.10. & So 25.10. | 13-16 Uhr

Sa 31.10. & So 1.11. | 15-18 Uhr

So 22.11. | 15-18 Uhr

Infos unter: 0355-4949 4040 (dkw Cottbus) 

Zur Eingewöhnung: Einzelhaft!

eine Choreografie für 4 Tänzer*innen und einen Musiker. Die Choreografie untersucht die Zustände im ehemaligen Durchgangsheim Bad Freienwalde (1968-1987), in dem Kinder und Jugendliche auf Anordnung der Jugendhilfe der DDR untergebracht waren. Das Stück setzt sich tänzerisch mit körperlicher Gewalt, Ohnmacht, entwürdigenden Aufnahmeritualen, Angst, Zwangssport, Methoden von Bestrafung aber auch Hoffnung und Träumen auseinander.

Tanz: Juliane Bauer, Denise Noack, Konstaninos Spyrou, Christoph Viol

Musik/Komposition: Konrad Jende

Choreografie: Golde Grunske in Zusammenarbeit mit Juliane Bauer, Denise Noack, Konstaninos Spyrou, Christoph Viol

Konzept: Golde Grunske

Premiere (UA): 3.10.20, Menschenrechtszentrum Cottbus (Pentaconhalle)

weitere Vorstellungen: 7.10.2020, Alaunpark Dresden (Tanzwoche DD, gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen)

8.10.2020, Marktplatz Bad Freienwalde (In Zusammenarbeit mit der LAKD)

Die Produktion wird gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung und ars momento e.V.


Mehr zum Thema:

Im Durchgangsheim in Bad Freienwalde waren Kinder und Jugendliche eingesperrt, die aus Sicht der Jugendhilfe der DDR als „schwer erziehbar“ galten, durch „abweichendes Verhalten“ auffielen oder vom System aus ihren Familien genommen wurden. Kinder und Jugendliche sollten nach den gesellschaftlichen Normen im sozialistischen Sinne umerzogen werden, oft wurde dabei ihr Wille gebrochen. Der Aufenthalt war geprägt von Angst, körperlicher und seelischer Gewalt und hinterließ bei vielen der Betroffenen tiefe seelische und körperliche Narben, die bis heute nicht verheilt sind. Das Durchgangsheim in Bad Freienwalde ist nur ein Beispiel von vielen für Zustände in Jugendhilfeheimen der DDR.

Die Choreografie soll Geschichte lebendig halten und wach rütteln.

Bauhaus in Bewegung

Am 7.12.2019 hatte die Choreografie „Bauhaus in Bewegung“ im Brandenburgischen Museum für moderne Kunst (dkw) in Cottbus Premiere.

Choreografie: Golde Grunske

Tanz: Ioannis Avakoumidis, Konstaninos Spyrou

Kostüme: Agathe Israel, Golde Grunske


Trailer „Bauhaus in Bewegung“

Inhalt: Die Choreografie orientiert sich an Bauhaus-Ideen, wobei es nicht um eine Rekonstruktion von Choreografien geht, die im und am Bauhaus entstanden sind. Vielmehr greift die Choreografie die grundlegenden Gedanken des Bauhauses auf und fragt nach bewegten Linien im Raum, Raumwahrnehmung, Spiel mit Farben und Masken und licht, räumliche Veränderungen durch den Körper. Die Masken wurden speziell für diese Choreografie von Agathe Israel geschaffen. Die Choreografie beginnt im Foyer des Museums und führt über die Freitreppe ins Maschinenhaus und deren Umgänge, um schließlich im Fahrstuhl zu enden. Die Zuschauer wandeln mit.

In Zeiten wie diesen…

Foto: M. Kross

„In Zeiten wie diesen…“ ist eine Choreografie von Golde Grunske für 5 Tänzer*innen und 2 Musiker (Konrad Jende, Javid Kooravand) und setzt sich mit der aktuellen Lebenssituation in der Lausitz auseinander: Wie gehe ich mt dem Thema Strukturwandel um? Löst dieses Wort Hoffnung aus oder eher Ängste? Was bedeutet in diesem Zusammenhang für mich der Begriff HEIMAT? Fühle ich mich und meine Heimat bedroht? Sehe ich Chancen der Veränderung positiv oder eher negativ?
Trailer

alle Fotos: C. Schleifenbaum

Nächste Aufführungen:

14.11.2020, 16.00 Uhr, Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus

Alle Aufführungen:

UA 20.9.19, Forst, Marktplatz

25.9.19 Hoyerswerda, Kufa

26.9.19 Cottbus-Sachsendorf, unterm Zelt

27.9.19 Cottbus Erich-Kästner Platz (wegen schlechtem Wetter: Stadthaus)

28.9.19 Grossräschen, IBA-Studierhaus

17.10.19 Guben, Rathhaus Vorplatz

18.10.19 Lübbenau, Kulturzentrum Gleis 3

15.10.19 Luckau, Kulturkirche

15.2.20 Cottbs, Kunstmuseum Dieselkraftwerk

16.2.20 Senftenberg, Wendische Kirche

Tanz: Denise Noack, Ioannis Avakoumidis, Floris Dahlgrün, Konstaninos Spyrou, Christoph Viol

Musik: Konrad Jende, Javid Kooravand

Choreografie: Golde Grunske:

Die Veranstaltungen 2020 werden unterstützt von Möbel-Hoffmann!

Rezension Lausitzer Rundschau 12.9.2019

Jamlitz – Vernichtung und Verdrängung

Von Januar 2018 bis Februar 2019 arbeitete die tanzkompanie golde g. unter verschiedenen Aspekten  zum Thema „Jamlitz: KZ-Aussenlager“. Am 15.2.19 war Premiere der Choreografie „Jamlitz – ein Ort der Vernichtung und Verdrängung“ im Gladhouse Cottbus in Zusammenarbeit mit 11 Schülerinnen des Evang. Gymnasiums Cottbus im Auftrag des Vereins Cottbuser Aufbruch e.V.

Video: Alexander Janetzko

Musik: Sören Jagdhuhn

Konzept: Golde Grunske

Emmy Destinn – Sturm und Ruhe

„Emmy Destinn: Sturm und Ruhe“

Ein tschechisch-deutsches Musiktheater Projekt, das dem Leben, der Arbeit und vor allem dem Nachlass der Opernsängerin Emmy Destinn gewidmet ist. Das Projekt ist in einer Zusammenarbeit mit „ProART Company“ (Brno, CZ), „Tanzkompanie Golde G.“ (Cottbus) und dem „Piccolo Theater Cottbus“ entstanden und wird in Brünn (Villa Tugendhat) und Cottbus (Piccolo Theater) präsentiert.

Die Opernsängerin Ema Destinnová (1878 – 1930), in der Tschechei als Nationalheldin gefeiert, ist Inspiration für Zeitgenössische Künstler.  Destinnová begann ihre internationale Karriere in Dresden, Berlin und später in New York, London (Covent Garden), Paris (Theatre du Chatelet) und schließlich auch in Prag (National Theater). Neben ihrer Opernkarriere war Ema Destinnová auch Autorin von Gedichten, Novellen, Übersetzungen und eines Dramas.

Der Regisseur dieses Projektes, Martin Dvořák, fragte die Schriftstellerin Alena Mornštajnová, die Komponisten Antonín Fajt, Omar Rojas Ruiz, Kryštof Okrouhlý and Jan Hanák, und die Choreographen Golde Grunske und Zaida Parejo Ballesteros, mit ihm in das Thema einzusteigen und ihre eigene Arbeit über Ema Destinnová zu kreieren. Als permanentes Leitmotiv sind Lieder von Destinnová aus dem Liederzyklus  „Garden of the Heart“ und ausgewählte Lieder von  Antonín Dvořák eingebunden. Die Gefühlszustände der Nationalheldin werden dargestellt von 5 Darstellern (3 Tänzerinnen, einer Schauspielerin und einer Sängerin) und wird von ihrem damaligen Bühnenpartner Enrico Caruso begleitet.

Das Stück wirft Fragen zu Heimatverbundenheit auf und dem Umgang damit. Ohne  in rechtspopulistische Interpretationen vom Begriff HEIMAT einsteigen zu wollen, stellt sich die Frage, inwieweit Heimat Identität bedeuten kann.

Das Projekt wird vom deutsch-tschechischen Zukunftsfond gefördert.

 Regie: Martin Dvorák                                                                                                               Choreografie: Zaida Ballesteros, Golde Grunske, Martin Dvorák                                  Tanz: Irene Bauer, Zaida Parejo Ballesteros, Golde Grunske, Martin Dvorák                      Gesang (live): Kateřina Beranová, Schauspiel: Katerina Jebavá                                   Text: Alena Mornstjnová, Martin Dvorák, Ema Destinová, Adolf Wenig                                  Musik: Ema Destinová, Antonin Fajt, Omar Rojas Ruiz, Jan Hanak/Sonority, Krystof Okrouhlý, Anton Dvorák; Klavier: Marta Vasková

Weitere Infos: https://www.proart-festival.cz/en/ema-destinn_storm-and-peace/

Aufführungen: 28.1.19, 18.2.19, Brno (CZ), Villa Tugendath; 31.1.19 + 1.2.19, Piccolo Theater Cottbus

Fotos: Christiane Schleifenbaum

Tanz hinter den Fassaden

Probenfoto mit I. Avakoumidis von Marlies Kross

„Tanz hinter den Fassaden“  ist ein Tanzprojekt, bei dem durch Tanz verschiedener Stilrichtungen private und öffentliche Räume in der Cottbuser Friedrich-Ebert-Straße erlebbar gemacht werden sollen. Dabei sollen neue Blickwinkel in Räume, Höfe, Treppenhäuser, Flächen entstehen, die Räume sollen unmittelbar erlebbar gemacht werden. Die im Alltag genutzten Flächen und Räume bekommen durch das „BETANZEN“ eine neue Funktion und werden womöglich ganz anders wahr genommen: nämlich als „lebendigen“ Lebensraum- und Ort und nicht „nur“ als Funktionsfläche.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=fX8JN6Dlmco

„Tanz hinter den Fassaden I “  ist ein erster Versuch, in das Thema einzutauchen:

4 Tänzer und 2 Tänzerinnen setzen sich tänzerisch mit den Räumen im, um, am Café Zelig auseinander und zeigen Choreografien, bei der die Zuschauer  sehr nah am Geschehen sind und somit selbst zum Teil der Choreografien werden.

Tanz: Ioannis Avakoumidis, Juliane Bauer, Floris Dahlgrün, Denise Noack, Axel „Micky“ Schiffler, Christoph Viol                                                                             Konzept und Idee: Golde Grunske, Michael Apel, Alex Gümbel                         Organisation und PR: Robert Engel, Studnja e.V.

Premiere: 30.6.17, Zelig, Cottbus                                                                              weitere Vorstellungen: Oktober 2017

zwischen uns?

Choreografie: Golde Grunske

Tanz: Anna Fingerhuth, Ioannis Avakoumidis

Musik (Orgel, live): Peter Wingrich

Premiere: 14.5.17, Kirche St. Nikolai, Forst
weitere Vorstellungen:
21.5.17, Oberkirche St. Nikolai, Cottbus                                                                        23.8.17, Dom St. Petri, Bautzen                                                                                               22.4.18, Klosterkirche Guben                                                                                                    14.6.18, Liberec

14.1.2020, Berlin, St. Matthäuskirche

„zwischen uns?“ Ch: G. Grunke, Fotografie: M. Kross

zum Inhalt:   „Zwischen uns?“ setzt sich mit zwischenmenschlichem Umgang im Alltag im privaten und gesellschaftlichen Raum auseinander:  Wie gehen wir täglich miteinander um? Wie hören wir uns zu? Wie tiefgründig ist unser Umgang, wie oberflächlich, wie flüchtig? Wieviel Raum  gestehen wir uns zu? Das Stück hinterfragt Zustände, wie Distanz, Nähe, Respekt, Vertrauen, Geborgenheit, Verletzungen, Schwerelosigkeit, Zerrissenheit.

Probenfotos von Marlies Kross (A. Fingerhuth, I. Avakoumidis, Mai 2017, Oberkirche St. Nikolai Cottbus):

Fotos der Aufführung in Liberec (CZ) bei ProArt Festival 2018: